Video Blog: Die virtuelle Weinreize-Weinreise - Douro

Diese Weinreise führt uns mitten in das schöne Dourotal, im Norden Portugals. Ausgangspunkt ist die berühmte Hafenstadt Porto, von der aus wir durch das fruchtbare Weinbaugebiet Tras-os-Montes den malerisch gelegenen Ort Pinhão erreichen, einem der wichtigsten Zentren des Weinbaus am Douro.
Dort besuchen wir drei der besten Weinbaubetriebe, die nicht nur für ihre Portweine berühmt geworden sind.

 

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Porto

In Porto, der betriebsamen Metropole des nördlichen Teils Portugals, beginnen wir unsere Reise.
An der Avenida dos Aliados mit ihren prachtvollen Gebäuden aus der Übergangszeit vom 19. zum 20. Jahrhundert beginnen wir unseren Stadtrundgang durch die in den letzten Jahren vor allem bei jungen Touristen immer beliebter gewordene Stadt an der Douromündung.
Am steilen Ufer türmt sich eindrucksvoll die historische Altstadt, die vor allem von der anderen Flußseite – dem Nachbarort Vila Nova de Gaia – einen reizvollen Anblick bietet.
Hier haben die bekannten Portweinlager ihre traditionsreichen Standorte, von wo der berühmte Portwein in die ganze Welt exportiert wird.
Bekanntestes Wahrzeichen ist die zweigeschossige Eisenbrücke Dom Luis I. aus den Jahren 1881-85, die mit ihrem hohen Bogen die hochgelegenen Uferplateaus verbindet.

Weinbaugebiet Douro

Tatsächlich handelt es sich bei der Weinregion am Douro um das älteste abgegrenzte Weinbaugebiet der Welt. Seit 2001 steht es unter UNESCO-Weltkulturerbeschutz.
Bereits im Jahr 1756 wurde durch Marques de Pombal eine Umgrenzung und Klassifizierung des Gebietes zum Zweck der Steuererhebung eingerichtet.
An den steilen Hängen des Granit-Schiefer-Gebirges, in welches der Douro sein mäandrierendes Tal geschnitten hat, wachsen heute auf rund 40.000 ha Weinreben. Etwa dreiviertel der Rebfläche sind dabei der Erzeugung von Portwein vorbehalten.
Typisch für die Weinbauregion sind die terrassierten Weinberge und die oftmals steil in die Hänge gebauten Weingüter, die hier Quintas genannt werden. Weite Teile des engen Dourotals sind unwegsam und können nur über den Fluss erreicht werden.
Eine Eisenbahnlinie verbindet seit dem Ende des 19. Jahrhundert die wichtigsten Orte mit Porto und machen die Erschließung für Besucher von Außerhalb deutlich leichter.

Vila Real mit Palácio Mateus

Auf unserem Weg von Porto ins obere Dourotal kommen wir an der kleine Stadt Vila Real vorbei, in deren Nähe eines der berühmtesten Herrenhäuser Portugals liegt: Die Casa Mateus. Der wahrscheinlich von dem italienischen Baumeister Nicolau Nasoni in der Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete Palast präsentiert sich zusammen mit dem dazugehörigen Park als eine besonders gelungene, spielerische Inszenierung von Architektur und Natur.
Bekannt ist der Name des Guts außerdem auch durch den hier produzierten bekanntesten und fortwährend populärsten Rosé-Tischwein Portugals.

Pinhão

Ziel unserer Fahrt ist der Ort Pinhão, der besonders malerisch an der Mündung des kleinen Pinhão-Flüsschens in den Douro liegt und gleichzeitig einen wichtigen Ausgangspunkt für Entdeckungen im mittleren Dourotal darstellt. Mit der kleinen Stahlbogenbrücke und dem Bahnhof ist der Ort eine Art regionaler Verkehrsknotenpunkt und alle umliegenden Ortschaften lassen sich bequem von hier erreichen.
Am kleinen Hafen kommen täglich Flussdampfer an, die Tagestouristen zu den hier ansässigen zahlreichen Weinbaubetrieben bringen.
Diese liegen im nahen Umkreis und sind zumeist gut zu Fuß zu erreichen.
Reizvoll drängen sich die steilen Weinberge zu einer eindrucksvollen Kulisse.

Quinta da Roêda

Bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts erwarb die traditionsreiche Croft Familie die heutige Quinta da Roêda mit ihren herausragenden Lagen am Nordufer des Douro bei Pinhao. Heute ist dieser Standort der wichtigste der Firma Croft, die mehrere Millionen Liter Portwein pro Jahr produziert.
Insbesondere die Vintage Ports von 2003 und 2011 gehören zu den besten ihrer Art. Im Jahr 2008 gelang der Firma mit der Erfindung des ersten Pink Ports außerdem ein besonderer Clou.
In dem im Jahr 2015 in einem ehemaligen Pferdestall eröffneten Besucherzentrum erfährt man etwas über die bewegte Geschichte der Kellerei und natürlich kann man auch die unterschiedlichen Weine kosten.

Quinta das Carvalhas
Über die bereits erwähnte Stahlbogenbrücke gelangt man auf das Südufer des Douros, wo direkt gegenüber Pinhao das Weingut Quinta das Carvalhas seinen Sitz hat. Das Gut gehört zur bekannten Firma Real Companhia Velha gehört. Mit knapp 600 Hektar Rebfläche ist es das größte Weingut am Douro.
Im gediegen ausgestatteten Verkostungsraum überzeugen gerade die nicht als Portwein ausgebauten Rot- und Weißweine, die seit geraumer Zeit wieder an Bedeutung gewinnen.

Quinta de la Rosa

Eines der schönsten Weingüter im Dourogebiet wird heute von einer Frau geleitet. Seit über 100 Jahren ist die Familie von Sophia Bergqvist Eigentümer der Quinta de la Rosa. Sie ist einer der ersten örtlichen Betriebe, die sich für den Einstieg in den Tourismusbereich entschieden haben.
Es verwundert daher nicht, dass gerade hier die Verbindung von Weinerzeugung, Gastfreundschaft, Erlebnis und Genuss besonders gelungen und angenehm scheint.
In der Abendsonne schweifen die Blicke über das Ufer hinüber zu den Weinbergen, über denen gerade der Mond aufgegangen ist.
In der Dämmerung streifen wir noch einmal durch die Weinberge und in der Kelterhalle wird der Wein wie in alten Zeiten mit den Füßen gepresst.
Ein wirklich schöner Abschluss unserer Reise.