Video Blog: Die virtuelle Weinreize-Weinreise - Gaillac

Erneut führt uns unsere Weinreise in den Südwesten Frankreichs – genauer gesagt in das Weinbaugebiet Gaillac. Wir beginnen die Reise im romantischen Bergdorf Puycelsi, besuchen die beiden Weingüter Domaine Plageoles und Mas Pignou, fahren weiter in die eindrucksvolle Bastide Cordes-sur-Ciel und erreichen zuletzt die mittelalterliche Hauptstadt des Départements Tarn, Albi.

 

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Die nach dem Winzerstädtchen Gaillac benannte Weinbauregion umfasst aktuell rund 2.700 ha Rebfläche für Qualitätswein, der seit 1938 durch die Regeln einer AOC kontrolliert wird.

Sie erstreckt sich zu beiden Seiten des Flusses Tarn und gliedert sich grob in drei Teilbereiche mit sehr unterschiedlichen Terroirs.

Mehrheitlich wird hier Rotwein aus den Sorten Gamay, Duras und Braucol gekeltert – er macht rund dreiviertel der Gesamtproduktion aus.

Daneben gibt es auch typische weiße Sorten wie L‘En de l’El oder Mauzac, die ausschließlich im Gaillac angebaut werden und aromatische und körperreiche Weine erbringen.

Puycelsi

Erstes Ziel unserer Reise ist das Bergdorf Puycelsi.

Es liegt eindrucksvoll auf einer steilen Anhöhe oberhalb des Tals des Flüsschens Vère, rund 25 km nördlich des Weinortes Gaillac.

Wie die anderen, für die Region Okzitanien typischen befestigten Bergorte, verfügt Puycelsi über ein wehrhaftes, dicht bebautes und sehr pittoreskes Ortsbild. Es gehört dadurch zu den schönsten Dörfern Frankreichs.

In enger Nachbarschaft zur Pfarrkirche Saint-Corneille aus dem 14. und 15. Jahrhundert, mit ihrem überaus farbenfrohen Innenraum, entdecken wir eindrucksvolle Bürgerhäuser aus der Renaissancezeit. Die Gebäude wurden aus exakt behauenen Natursteinen, Bruchstein oder in Fachwerkbauweise errichtet und bilden überaus malerische Ensembles.

Domaine Mas Pignou

Das erste Weingut, das wir in der Region um das Weinstädtchen Gaillac besuchen, ist die Domaine Mas Pignou der Familie Auque. Diese führt bereits in fünfter Generation den Betrieb, der sich in einem historischen Gutshaus befindet.

Dieses liegt eingebettet inmitten der sanft hügeligen Landschaft mit Wald, Feldern und Weinbergen. Von hier aus genießt man einen wunderschönen Blick auf die bezaubernde Landschaft der Region Gaillac.

Die Weinberge des Guts liegen im Bereich des rechten bzw. nördlichen Tarnunfers, also im Herzstück der Region mit den besten Lagen im Gaillac, den sogenannten Premières Côtes.

Bekannt ist das Weingut vor allem für seine raffinierten Cuvées, für die die typischen Sorten des Gaillac Verwendung finden. Die weiße Cuvée besteht aus L‘En de L’El und Sauvignon blanc, die rote Cuvée aus fünf verschiedenen Rotweinsorten, vor allem Braucol, Duras und Cabernet.

Die Weine sind körperreich, gut strukturiert und haben Potenzial.

Domaine Plageoles

In einem Nachbarort, nicht weit entfernt, liegt das nächste Weingut, die Domaine Plageoles.

Der ökologisch arbeitende Familienbetrieb wurde bereits im Jahr 1805 gegründet und wird heute von Robert und Bernard Plageoles geleitet.

Seit über 20 Jahren haben sich die beiden Winzer wieder auf die historischen Rebsorten des Gaillac besonnen und kultivieren diese mit großem Erfolg. Auf rund 27 Hektar Rebfläche wachsen unter anderem Mauzac, Ondenc, Braucol und Prunelart.

Beim Weinausbau konzentriert man sich auf das Herausstellen der unterschiedlichen und charakteristischen Terroirs der beiden Kellerstandorte in Cahuzac-sur-Vère und in Castelnau-de-Montmiral.

Cordes-sur-Ciel

Weiter geht es zu der spektakulär auf einem Berg gelegenen Bastidenstadt Cordes-sur-Ciel, im Landstrich Albigeois.

Der Ort wurde im hohen Mittelalter als Handelsstandort gegründet und hatte seine Blütezeit im 13. – 16. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammen viele prachtvolle Gebäude, die das mittelalterliche Stadtbild heute prägen.

Dazu gehören neben den Verteidigungsanlagen, wie der hübschen Porte de l’Horloge und der Porte de la Jane, die aufwändig gestalteten Handels- und Bürgerhäuser an der Place de la Halle und in der engen Grand Rue Raimond VII in der oberen Altstadt.

Von den Befestigungsanlagen bieten sich malerische Ausblicke in die grünen Täler der unmittelbaren Umgebung.

Albi

Der Endpunkt unserer Reise ist die historische Altstadt von Albi, der Hauptstadt des Départements Tarn.
Diese thront malerisch auf einem Steilufer am Fluss Tarn und wird weithin sichtbar von dem hohen Turm der Kathedrale St. Cécile überragt.

Die sehenswerte Altstadt lädt zu einem ausgiebigen Bummel ein, bei dem unter anderem die 1905 eingeweihte, schöne Markthalle ein willkommenes Ziel zum Verweilen und entdecken darstellt.

Schöne Bürgerhäuser in verträumten Gassen und idyllischen Winkeln sind der Rahmen für das bekannte Bischofsviertel mit der Kathedrale und dem Bischofspalast aus dem 15. – 17. Jahrhundert, welches seit 2010 in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen wurde.

Hier ist die wuchtige, aus rotem Ziegelstein errichtete Kathedrale St. Cécile das baulich überragende Zentrum. Deren prächtig ausgemalter Innenraum steht in klarem Kontrast zu dem wehrhaft abweisenden Äußeren, welches in den Sommermonaten die geeignete Kulisse für Freiluftkonzerte und lebendige Stadtfeste abgibt.