Video Blog: Die virtuelle Weinreize-Weinreise - Kraichgau (1)

Auf unserer Weinreize-Weinreise durch deutsche Weinbauregionen gelangen wir in einen bislang wenig bekannten Landstrich, den Kraichgau.

Die Reiseroute führt uns zunächst zum Weingut Klumpp nach Bruchsal, dann in das Kraichtal und von dort weiter in den Winzerort Östringen-Tiefenbach zum Bio-Weingut Heitlinger. Zum Abschluss machen wir noch einen Ausflug in den hübschen Ort Gochsheim.

 

Weitere Folgen:

Die virtuelle Weinreize Weinreise (Folge 24: Kraichgau - Teil 2)
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Der Kraichgau erstreckt sich zwischen dem Odenwald im Norden und dem Schwarzwald im Süden auf einer Fläche von rund 1600 km². Ihn prägen sanfte Hügelketten und fruchtbare Böden, sowie ein mildes Klima mit mäßigen Niederschlägen. Den Boden bilden in weiten Bereichen mächtige Lössablagerungen, was zu einer besonderen Fruchtbarkeit der Region führt.
Eingebettet in die schöne Landschaft liegen kleine Städtchen und Dörfer – oftmals traditionsreiche Winzerorte – aber auch romantische Burg- und Klosteranlagen, deren Entdeckung sich auf jeden Fall lohnt.

Weingut Klumpp Bruchsal

Im Westen, am unmittelbaren Übergang der oberrheinischen Tiefebene zum Kraichgau, liegt am Rand der Stadt Bruchsal das Weingut Klumpp. Als Quereinsteiger gründeten Marietta und Ulrich Klumpp 1983 den Betrieb, der heute rund 25 ha Rebfläche bewirtschaftet - und dies seit 1996 vollständig ökologisch. Die Weinberge verteilen sich auf Lagen in Bruchsal, Unteröwisheim im Kraichtal und im nördlich davon gelegenen Zeutern. Diese Lagen weisen die unterschiedlichsten geologischen Voraussetzungen wie Tonmergel, Löss, Gipskeuper und Muschelkalk auf, was sich wie selbstverständlich im breit gefächerten Sortiment des Guts widerspiegelt.
Im hochmodernen Keller- und Verkaufsgebäude entstehen unter der Leitung des Kellermeisters Markus Klumpp und seines Bruders Andreas handwerklich hervorragend gemachte Weine, von denen vor allem der Grauburgunder vom Bruchsaler Rothenberg, der Chardonnay vom Unteröwisheimer Kirchberg sowie der Spätburgunder vom Bruchsaler Rothenberg hervorgehoben werden müssen.

Weinort Östringen-Tiefenbach und Weingut Heitlinger

Durch das liebliche Kraichtal und den Ort Unteröwisheim mit seiner mittelalterlichen Schlossanlage und dem netten Fachwerkrathaus gelangen wir in den kleinen Weinort Östringen-Tiefenbach, wo das moderne VDP-Weingut Heitlinger ansässig ist. Direkt im Ort und in der unmittelbaren Umgebung bewirtschaftet der EU-Bio-zertifizierte Betrieb stattliche 85 ha Rebfläche auf den besten Lagen und ist somit einer der größten ökologisch arbeitenden Weinbetriebe in Deutschland mit einer Jahresproduktion von 580.000 Flaschen.
Gutsleiter Claus Burmeister nimmt sich dankenswerter Weise sehr viel Zeit für uns und führt uns zu den besten Lagen – Königsbecher, Tiefenbacher Kapelle, Spiegelberg und Schellenbrunnen und erzählt uns dabei Interessantes über das besondere kraichgauer Terroir und über die Erfahrungen mit dem biologischen Weinbau. Abschließend zeigt er uns noch die eindrucksvollen Kellerräumlichkeiten des Guts, wo wir bei einer Weinprobe die spannenden Lagenweine kennenlernen können. Besonderes Augenmerk hat das Gut auf den absolut individuellen Ausbau der Einzellagen, bei dem sogar das Holz für die Fässer aus den jeweiligen Wäldern am betreffenden Weinberg kommt. -
Einen kurzen Abstecher machen wir noch zum Hilsbacher Eichelberg, einem mitten in einem alten Eichenwald gelegenen Weinberg, von dem sich ein grandioser Blick über die Höhenzüge des Kraichgaus genießen lässt. Dann machen wir uns auf den Weg auf der Weinstraße Kraichgau-Stromberg, durch beschauliche und ruhige Talabschnitte, um ins nicht weit entfernte Gochsheim zu gelangen.

Gochsheim

Von Tiefenbach ist es kein weiter Weg in das zugleich trutzig und malerisch auf einer Anhöhe über dem Kraichtal gelegene Städtchen Gochsheim, mit seinem stattlichen Graf-Eberstein-Schloss und einem geschlossenen, mittelalterlich wirkenden Ortsbild.
Überragt wird der Ort von dem mit einer Zwiebelhaube bekrönten Turm der St. Martinskirche aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. Nach mehreren Zerstörungen durch Kriege und Brand wurde sie im Jahr 1788 in den heutigen Formen errichtet. Der Dachboden diente als städtischer Kornspeicher.

Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert anstelle einer früheren Burg errichtet. Heute ist hier die Kraichgau-Bibliothek untergebracht, die Literatur zur Region Kraichgau sammelt und Interessierten zur Verfügung stellt.
Im Ort befinden sich außerdem das badische Bäckereimuseum und das Deutsche Zuckerbäckermuseum, mit einer einmaligen Sammlung historischer Konditorformen und Maschinen zur Bearbeitung von Zuckermassen und Teigen.
Mit diesen Eindrücken beenden wir fürs Erste unsere Weinreise durch den Kraichgau. Weiter geht’s dann im nächsten Film.