Video Blog: Die virtuelle Weinreize-Weinreise - Andorra

Diese Weinreise führt uns in das hoch in den Pyrenäen gelegene Andorra, dem größten der sechs europäischen Zwergstaaten. Wir beginnen unsere Tour durch das Fürstentum in der Hauptstadt Andorra la Vella. Von dort aus besuchen wir die vier Weinbaubetriebe Andorras, die sich alle im Süden auf den Anhöhen rund um den Ort Sant Julià de Lòria befinden. Anschließend führen uns zwei Ausflüge in das spanische Bergdorf Os de Civis, in die Region um den historischen Ort Pal und zu den schneebedeckten Gipfeln am Pas de la Casa.

 

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Andorra la Vella

Dank seiner verkehrsgünstigen Lage zwischen Spanien und Frankreich und lockeren Steuergesetzen ist Andorra – und vor allem die Hauptstadt Andorra la Vella – ein wahres Einkaufsparadies für Spanier und Franzosen.

In den vergangenen Jahren ist deren Einwohnerzahl sprunghaft angestiegen, was man deutlich an der unglaublich dichten Bebauung des engen Valiratals sehen kann.

Das alte Zentrum der Stadt rund um die Placa Princep Benlloch mit ihren historischen Hausfassaden wird von den hohen Neubauten regelrecht erdrückt.

Die Kirche Sant Esteve aus dem 11. Jahrhundert und die nahe gelegene Casa de la Vall, dem alten Parlamentsgebäude aus dem 16. Jahrhundert, bilden die beiden geschichtsträchtigen Pole, von denen aus sich die Stadt seit dem Mittelalter als Hauptort Andorras entwickelt hat.

Das neue Gebäude des Generalrats der Täler, wie das Parlament hier genannt wird, wurde 2011 daneben am gleichen Platz errichtet und steht für die Zukunft des Fürstentums.

Celler del Pirineu und Quarts de Quinze

Die drei freundlichen Winzer des Weinguts Casa Auvinyà, welches wir später noch besuchen werden, empfangen uns in der Altstadt in ihrem Laden „Celler del Pirineu“ – einer wahren Schatzkammer für die Liebhaber von Produkten und Weinen aus der Pyrenäenregion.

Nach Ladenschluss trifft man sich zum gemeinsamen Essen und Trinken in der kleinen Wein- und Tapasbar „Quarts de Quinze“ des netten Sommeliers Ramon Cabiscol, der uns leckere Kleinigkeiten und den passenden Wein dazu serviert.

Am nächsten Tag machen wir uns bereits früh auf um die Winzer Andorras zu besuchen.

Sant Julià de Lòria

Dafür fahren wir zunächst in das Dorf Nagol, welches östlich des im Tal gelegenen Orts Sant Julià de Lòria auf einem Vorsprung der steilen Berghänge liegt. Von der alten Kapelle Sant Cerni aus dem 11. Jahrhundert hat man einen schönen Blick in das Tal von Sant Julià de Lòria.

Casa Beal

Das erste Weingut, welches wir aufsuchen, ist Casa Beal, wo uns der Winzer Joan Visa mit seiner Tochter empfängt. Nach einer über 100-jährigen Pause bestockte er 1988 den ersten neuen Weinberg Andorras und begann damit eine Erfolgsgeschichte, die sich bis heute fortsetzt.

Er führt uns über seinen, bis in über 1100 m Höhe über Meeresspiegel reichenden Weinberg, wo er seit 2006 ausschließlich Gewürztraminer anbaut. Es hat sich gezeigt, dass diese Sorte am besten mit den lokalen Gegebenheiten zurechtkommt, erzählt er uns bei der anschließenden Verkostung des daraus gewonnenen Weins „Cim de Cel“, der bereits einige internationale Auszeichnungen erhielt.

Casa Auvinyà

Fast in unmittelbarer Nachbarschaft, im Ort Auvinyà, befindet sich der zweite Weinbaubetrieb, den wir besuchen - Casa Auvinyà.

Seit dem Jahr 2005, als sie die offizielle Erlaubnis vom Staat Andorra erhielten, betreiben die Winzer Christina und Esteve Tor Armengol sehr erfolgreich das Weingut.

Sie bauen in über 1.200 m Höhe Viognier, Albarinyo, Pinot Gris, Pinot Noir und Syrah an und produzieren daraus zwei Cuvées.

Weiter geht es auf die andere Seite des Tals der Valira, über die sich die berühmte steinerne Margineda-Bogenbrücke aus dem 14. Jahrhundert spannt.

Celler Mas Berenguer

Dahinter liegt auf halber Höhe am Hang der Celler Mas Berenguer, der im Jahr 2011 gegründete jüngste Weinbaubetrieb Andorras.

Auf den steinigen Anbauflächen rund um die kleine Kapelle Sant Mateu del Pui wachsen nun frisch gepflanzte Pinot-Noir und Chardonnay Reben.

Von hier ist es nicht weit zum Bauernhof und Weingut der Familie Sabaté, die im Tal der Valira Rinder züchtet und Tabakpflanzen anbaut.

Borda Sabaté

Die Rebflächen des Weinguts Borda Sabaté befinden sich hingegen mehrere hundert Meter darüber auf Terrassen am steilen Westhang des schluchtartigen Flusstals. Dorthin gelangt man nur im Geländewagen des Winzers, der mit geübter Hand den steilen und gefährlich engen Serpentinenweg befährt.

Oben angekommen, erreicht man das moderne Kellereigebäude, welches im Jahr 2010 errichtet wurde und wo die Weine des Guts gekeltert und ausgebaut werden.

Stolz präsentiert uns der Winzer Isidre Romero die klar strukturierten und hellen Räumlichkeiten und schenkt uns zur Verkostung eine rote Cuvée von Merlot, Syrah und Cornalin ins Glas.

Auf den dramatisch gelegenen 12 Weinbergterrassen, die sich in über 1000 m Höhe befinden, baut man außerdem Riesling an, der hier einen eigenartig herb schmeckenden Wein ergibt.

Os de Civís und Pal

Nach dieser aufregenden Bergfahrt machen wir noch einen Abstecher in das nur von Andorra aus zugängliche spanische Bergdorf Os de Civis.

Das geschlossene, mittelalterliche Ortsbild, lädt uns zu einer Tour durch die steilen und verwinkelten Gässchen ein, in denen es zahlreiche Details und schöne Durchblicke zu entdecken gibt.

Ein weiterer Ausflug führt uns in den Westteil Andorras, wo wir in der Region um den schönen, historischen Berg- und Skiort Pal eine Wanderung in die Bergwelt der Pyrenäen unternehmen.

Im Ort befindet sich die alte Pfarrkirche Sant Climent, die heute Teil eines kleinen Museums der romanischen Kunst und Kultur in Andorra ist.

Zum Abschluss unserer Reise erreichen wir die schneebedeckten Gipfel im Norden des Landes, am Pas de la Casa, wo die Straße das Land in Richtung Frankreich verlässt.

 

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