Video Blog: Die virtuelle Weinreize-Weinreise - Chablis

In dieser Folge besuchen wir zunächst das Winzerstädtchen Chablis, gefolgt vom ca. 50 km südlich gelegenen Weltkulturerbe Vézelay.

 

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Das im Norden des Burgund gelegene Chablis ist ein hübsches Winzerstädtchen mit Charme. Durch die Porte Noel betritt man die reizvolle Altstadt, in deren engen Gassen sich die mittelalterlichen Häuser drängen.

Hier haben viele der ortsansässigen Weinbauern ihren Keller oder einen Verkauf und man entdeckt unzählige Details, die an den wichtigsten Wirtschaftszweig der Region erinnern. Oft haben die Domaines schöne, ruhige Innenhöfe und offene Tore laden zum Eintreten ein.

Die Kirche Saint Martin aus dem 13. Jahrhundert mit ihrem bleigedeckten Dachreiter bildet den Mittelpunkt des Orts.

Domaine Christophe Camu und Domaine Laroche

Die Domaine Christophe Camu lädt in einem historischen Kellergewölbe Besucher zur Weinprobe ein, wo man die hier üblichen vier verschiedenen Qualitätsstufen kosten kann.

Im Chablis wird ausschließlich Chardonnay angebaut. Trotzdem sind die hier erzeugten Weine sehr variantenreich, da die Winzer sehr unterschiedliche Ausbaumethoden anwenden.

Die Domaine Laroche produziert seit fünf Generationen Wein. Das Gut mit seinem schönen Hof im Herzen von Chablis ist in den letzten Jahren gewachsen und bewirtschaftet heute 100 Hektar.

Vézelay ist ein bekannter Wallfahrtsort, der hoch auf einem Hügel des Granitmassivs Morvan liegt.

Die im 9. Jahrhundert gegründete Benediktinerabtei und deren Knochenreliquie der heiligen Magdalena waren der Beginn der Entwicklung dieses Städtchens.

Vom 10. bis zum 13. Jahrhundert war Vézelay das bedeutendste Zentrum des Magdalenenkults. Diesen Status verlor die Stadt jedoch danach, was einen raschen wirtschaftlichen Abschwung bewirkte. Wahrscheinlich ist diesem Umstand der einmalig gute Erhalt des mittelalterlichen Gesamtbilds zu verdanken.

Wichtigster Ausdruck für die wirtschaftliche Blüte im 12. bis 13. Jahrhundert ist die Basilika Sainte Marie-Madelaine, einer der Höhepunkte der romanischen und frühgotischen Kunst in Europa.

Sie ist berühmt für ihre Bauskulptur – vor allem das Westportal im Narthex, der aus über 150 figürlich gestalteten Kapitellen bestehende Bildzyklus und der bereits in frühgotischen Formen errichtete Umgangschor beeindruckten uns tief.

Die Kirche und der ganze auf dem Hügel über dem Fluss Cure gelegene Ort sind seit 1979 Weltkulturerbe der UNESCO.

Auf dem höchsten Punkt des Stadthügels gelegen, beherrscht die Kirche mit ihrem strengen und wuchtigen Äußeren das Ortsbild.

Von hier geht der Blick weit in die Umgebung mit von Wein und Wald bestandenen Hügelketten.

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