Wein Blog: Domaine Pierre Frick (Pfaffenheim) - Elsass

Domaine Pierre Frick (Pfaffenheim)

Das am Ostrand der Vogesen an der elsässischen Weinstraße gelegene Pfaffenheim ist eine Gemeinde mit rund 1300 Einwohnern. Dort ist die Domaine Pierre Frick beheimatet, die von Jean-Pierre und Chantal Frick, sowie ihrem Sohn Thomas Frick verwaltet wird. Die Familie Frick bewirtschaftet dort insgesamt 12 ha Weinberge in zwölfter Generation.

Die Weine des Guts werden auf 12 Parzellen in einem Umkreis von 15 km um Pfaffenheim herum angebaut. Sie unterscheiden sich vor allem hinsichtlich Ausrichtung und Bodenbeschaffenheit, wobei kalkhaltige Böden vorherrschend sind. Drei Grand Cru Lagen nennt Frick sein Eigen: Steinert (Pfaffen), Vorbourg (Rouffach) und Eichberg (Eguisheim), darüber hinaus die Lagen Bihl, Rot Murlé, Bergweingarten, Lerchenberg, Carrières (Krottenfues) und Strangen.

Bereits seit 1981 wird auf dem Gut von Fricks biodynamisch nach Demeter-Richtlinien gearbeitet. Im Jahr 1970 hatten Peter und Annette Frick das Anwesen auf biologischen Anbau umgestellt und seitdem auf die Verwendung von Herbiziden und löslichen Düngemitteln verzichtet.

Pierre Frick - Die Weine

Die nie aufgezuckerten und ohne Zugabe von Schwefel hergestellten Weine sind immer ein Geschmackserlebnis: Frick hat es sich zum Ziel gemacht, gesunde Weine herzustellen. Dabei meint er nicht nur, dass er auf Vitalität und natürliche Artenvielfalt im Weinberg Wert legt, sondern auch, dass sie für den Konsumenten äußerst bekömmlich sind.

Im Keller werden die Trauben manuell ausgewählt und ganz gepresst. Den Saft lässt Frick stets durch seine natürlich vorkommende Hefe vergären und die ebenso natürliche Säure wird nicht korrigiert. Die Weine reifen mindestens sechs bis neun Monate in alten Eichenfässern. Der Winzer verzichtet darüber hinaus auf Sterilfiltration und filtert den Wein stattdessen lediglich mittels Celluloseplatten. Seiner Überzeugung nach bringt dieser Schritt mehr Finesse in den Wein, so dass dieser sein volles Aroma und eine stabile Struktur behält. Lediglich vor der Abfüllung wird eine minimale Menge an Sulfiten hinzugegeben. Seit 1999 bietet das Gut auch Cuvées und Süßweine an, bei denen selbst auf diese minimale Sulfitzugabe gänzlich verzichtet wird.

Ungewöhnlich ist auch der Verschluss der Weinflaschen: Frick setzt gewöhnliche Kronkorken ein. Sie bewahren die Reinheit des Weins, sorgen für eine einheitliche Reifezeit und schützen vor organoleptischen Abweichungen.

Wie die meisten Winzer im Elsass stellt Frick fast zwei Dutzend Weine aus allen Elsässer Rebsorten her. Eine Blindverkostung ist eine Herausforderung selbst für erfahrene Connaisseure: Durch die Spontangärung entstehen jedes Jahr unterschiedliche Aromenspektren. Bemerkenswert beispielsweise ist der Riesling 2010. Er ist lebhaft mit Zitrus-, Steinobst, Honig- und floralen Noten. Hinzu kommen Anklänge von Safran, Ingwer und Erde.

Gefragt ob die Spontanvergärung nicht manchmal problematisch sei, verneint Jean-Pierre Frick: „Kommt die Gärung in diesem Jahr nicht in Gang, klappt es im nächsten Jahr.“ In der Ruhe liegt die Kraft der Weine der Domaine Pierre Frick.

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Domaine Pierre Frick

5, rue Baer
F-68250 Pfaffenheim

Tel. : +33 (0)3 89 49 62 99
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» Domaine Pierre Frick (externe Website)



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