Wein Blog: Kaiserstuhl (Deutschland)

Deutschland - Kaiserstuhl

Der Kaiserstuhl ist ein kleines Mittelgebirge im Südwesten Baden-Württembergs, welches vulkanischen Ursprungs ist. Sein Höchster Gipfel ist der „Totenkopf“, sich mit 556 Meter über das umliegende Oberrheinische Tiefland erhebt. Das Gebiet ist rund 15 km lang und maximal 12,5 km breit. Der Kaiserstuhl wird überwiegend von einer mitunter meterdicken Lössschicht bedeckt. Löss ist ein Lockersediment, das durch Erosion anderer Gesteine entsteht. Der Boden eignet sich hervorragend für Weinbau.

Hinzu kommt, dass vulkanische Böden Wärme in besonderem Maße speichern können. Ein weiterer Faktor ist das günstige Klima: Durch die wärmebegünstigte oberrheinische Tiefebene gehört der Kaiserstuhl zu den wärmsten und sonnigsten Orten Deutschlands. Kennzeichnend sind  milde Winter und hohe Durchschnittstemperaturen insbesondere in den Sommer-Monaten.

Der Kaiserstuhl hat ein eher trockenes Klima, denn er liegt im Regenschatten der Vogesen und im Einfluss der Burgundischen Pforte. Dabei handelt es sich um eine zirka 30 km breite flache Ebene zwischen Jura und Vogesen auf 400 m Höhe. Diese ermöglicht einen Durchfluss mediterraner Luft aus dem Rhônetal, welche das milde Klima in Südwestdeutschland ermöglicht.

Die Landschaft des Kaiserstuhls wurde maßgeblich vom Menschen beeinflusst, denn aufgrund der Lössbedeckung des Areals und der damit einhergehenden Erosion mussten die Weinberge terrassiert werden. Ab 1950 wurden die zunächst kleinen Terrassen im Rahmen einer Flurbereinigung zusammengelegt. In den 70er Jahren schließlich wurden Großterrassen geschaffen, die noch heute das Landschaftsbild bestimmen. Ende der 70er Jahre wurden die Böschungshöhen jedoch auf 10m beschränkt und der Böschungsverlauf an die Landschaft angepasst.

4.250 ha Rebfläche machen den Kaiserstuhl zum größten der neun Anbaugebiete Badens. Mit einem Anteil von 40% ist der Spätburgunder die am häufigsten angebaute Rebsorte, der vielfältig als klassischer Rotwein, Rosé, Weißherbst oder Blanc de Noir ausgebaut wird. Neben dem Spätburgunder werden auch Grauer und Weißburgunder häufig angebaut. Diese drei Rebsorten kommen auf ca. 70% der gesamten Rebfläche des Kaiserstuhls.

Daneben finden sich Müller-Thurgau, Silvaner, Scheurebe, Muskateller, Chardonnay und Gewürztraminer, so dass der Kaiserstuhl ein bemerkenswert breites Sortiment an Weinen hervorbringt.

Sehenswürdigkeiten am Kaiserstuhl

Breisach – St. Stephansmünster:

Das Stephansmünster aus dem 12. – 15. Jahrhundert ist das Wahrzeichen Breisachs und thront weithin sichtbar über der Stadt. Es beherbergt zahlreiche Kunstschätze wie das Wandgemälde „Das jüngste Gericht“ von Martin Schongauer aus dem späten 15. Jahrhundert.

Vogtsburg-Burkheim:

Das am Humberg, einer Anhöhe der Vorläufer des Kaiserstuhlmassivs, gelegene Städtchen Burkheim begrüßt seine Gäste mit dem romantischen Rotweiler Tor, durch das man die historische Altstadt betritt. Wie auf einer Bühne präsentieren sich die schönsten Häuser am langestreckten Marktplatz. Das gesamte Ensemble steht unter Denkmalschutz

Auf einem schönen Rundweg geht es von der Oberstadt zu den unmittelbar angrenzenden Weinberglagen auf dem Schlossgarten sowie dem Feuerberg. Von dem hier angelegten Weinlehrpfad eröffnen sich schöne Ausblicke auf die Schlossruine von Burkheim aus dem 13. Jahrhundert, die Anhöhen des Kaiserstuhls und weit in die Rheinebene. 

Video: Die virtuelle Weinreize-Weinreise


Weitere Informationen:

Vogtsburg-Touristik

Bahnhofstraße 20
79235 Vogtsburg-Oberrotweil

Tel. +49(0) 7662 94011
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